„Soziale Netzwerke als (Selbst-)Bildungsräume“ – Beitrag in C&U 95

Das Social Web als Treffpunkt, Bühne, Archiv + Kino sowie Zeitung + Zeitschrift – diese Metaphern vermitteln schnell, worum es im Social Web geht. Aber sie vermögen nicht die Besonderheiten der medialen Räume in Sozialen Netzwerkdienste zu vermitteln.

Im Heft 95 „Soziale Online-Netzwerke“ der Zeitschrift Computer + Unterricht haben Mareike Schemmerling und ich versucht, die Besonderheiten dieser (Selbst-)Bildungsräume vorzustellen und dabei auch Aufgaben und Ansatzpunkte für die pädagogische Begleitung aufzuzeigen. Diese behandeln wir unter den Fragen: Persönliche Informationen in aller Öffentlichkeit?, Wo hört der Spaß auf? sowie Freiräume oder kommerziell strukturierte Produkte?

Der Beitrag ist eine sehr stark komprimierte Bündelung von zwei Teilstudien der fünften Konvergenzuntersuchung sowie der Studie „Jugendliche und Online-Werbung im Social Web„.

Brüggen, Niels; Schemmerling, Mareike (2014): Soziale Netzwerke als (Selbst-)Bildungsräume. Soziale Netzwerkdienste im Alltag Heranwachsender und daraus resultierende Herausforderungen. In: COMPUTER + UNTERRICHT – Lernen und Lehren mit digitalen Medien, Jg. 24, H. 95, S. 10–13.

Gerade erst entdeckt habe ich, dass die im Heft genannten Links online beim Verlag als pdf abgerufen werden können. Sehr hilfreich.

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„Das Social Web und die Aneignung von Sozialräumen“ – Beitrag in sozialraum.de Ausgabe 1/2014

Wir freuen uns, dass ein Beitrag von uns in der Ausgabe 1/2014 von sozialraum.de aufgenommen wurde, die Anfang dieser Woche erschienenen ist. Im Beitrag “ Das Social Web und die Aneignung von Sozialräumen. Forschungsperspektiven auf das sozialraumbezogene Medienhandeln von Jugendlichen in Sozialen Netzwerkdiensten“ greifen wir Ergebnisse aus der fünften Konvergenzstudie auf, die wir am JFF im Auftrag durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) durchgeführt haben.

Der Text stellt einen Diskussionsbeitrag zu den aktuell diskutierten Ansätzen dar, die Medienaneignung von Jugendlichen und die Aneignung von Sozialräumen miteinander in Verbindung zu bringen. Auf Grundlage der Darstellung verschiedener Modi des sozialrambezogenen Medienhandelns von Jugendlichen versuchen Mareike Schemmerling und ich insbesondere neue An- und Herausforderungen an Jugendliche aber auch für eine zielgruppenangemessene pädagogische Unterstützung darzustellen.

#Netzneutralität aus medienpädagogischer Perspektive

Der GMK-Bundesvorstand hat am 24. Juni 2013 ein Positionspapier zur Netzneutralität aus medienpädagogischer Perspektive verabschiedet und veröffentlicht. Einsehbar ist es hier: http://www.gmk-net.de/fileadmin/pdf/netzneutralitaet_stellungnahme_gmk.pdf

Netzneutralität wird derzeit als eines der zentralen netzpolitischen Themen angesehen, das auch die Inhalte medienpädagogischer Arbeit betrifft: das Potenzial des Internet für politische und kulturelle Teilhabe, für internetgestützte Bildung und die Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Informationen.

Die Veröffentlichtung des Positionspapiers fand am selben Tag statt, an dem auch im Petitionsausschuss des deutschen Bundestags die Anhörung zur Online-Petition von Johannes Scheller stattfand. Diese Petition erreichte in nur drei Tagen das notwendige Quorum, um im entsprechenden Ausschuß des Bundestags gehört zu werden. Sie ist damit eines der Beispiele, welche Potenziale das Internet für die politische Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern hat. (Ein Ausschnitt aus den Tagesthemen vom 24.06.2013: http://www.youtube.com/watch?v=JmkHIz8wsmA&feature=player_embedded)

Youth and Online Safety: Policy Debates and Challenges

Auf der IAMCR 2013 Konferenz in Dublin hatten wir die Gelegenheit in einem gemeinsamen Panel der Sektionen ‚Communication Policy and Technology‘ und ‚Audience’sowie der temporären ECREA-Arbeitsgruppe „Children, Youth and Media“ mitzuwirken. Unter dem Titel „Youth and Online Safety: Policy Debates and Challenges“ waren diese Beiträge geplant:

  • Brian O’Neill (Dublin Institute of Technology, IE) The changing face of the regulator.
  • Elisabeth Staksrud (University of Oslo, NO) The NGO: friend or foe?
  • Ulrike Wagner and Niels Brüggen (JFF – Institute for Media Research and Media Education, Munich, DE) Youth involvement in a multi-stakeholder approach to online safety: Perspectives and experiences from the ongoing Dialog Internet in Germany.
  • Sonia Livingstone (LSE, GB) ‘Knowledge enhancement’: The risks and opportunities of evidence-based policy.
  • Kathryn C. Montgomery (Amercian University, Washington DC, US) Protecting Childrens Privacy in the Era of Big Data.

(siehe auch http://www.iamcr2013dublin.org/content/session-chair-discussant-audiencecpt-joint-panel-ecrea-twg-children-youth-and-media-panel-%E2%80%98y )

Eine Dokumentation des Beitrags von Ulrike Wagner und mir findet sich auf den Seiten des JFF unter: http://www.jff.de/jff/publikationen/buecher/titel/art/christa-gebel-neue-probleme-loesen-die-alten-nicht-ab-kopie-1/

Amselben Tag fand auch ein RL-Treffen der ECREA-TWG „Children, Youth and Media“ statt, bei dem dieses Bild entstand:

Mitglieder der ECREA-TWG "Children, Youth and Media" auf der IAMCR 2013 in Dublin
Mitglieder der ECREA-TWG „Children, Youth and Media“ auf der IAMCR 2013 in Dublin

„Jugend – Medien – Identität“ erschienen

Wie gestalten Jugendliche ihre Identitätsarbeit in und mit aktuellen Medienwelten? Der von Helga Theunert herausgegebene Sammelband „Jugend – Medien – Identität. Identitätsarbeit Jugendlicher mit und in Medien“ ist erschienen und verbindet Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen (Medienpädagogik, Jugendsoziologie, Medienwissenschaft und Psychologie).

Buchcover jugend-medien-identität
Buchcover jugend-medien-identität

Enthalten ist auch ein Beitrag von Christian Herrmann und mir. Darin blicken wir vor der Folie der Identitätsarbeit Jugendlicher auf die Gestaltung und Arbeit mit pädagogischen Online-Communitys am Beispiel von netzcheckers.de.

Hintergrund dazu: Christian Herrmann ist Redakteur beim Jugendportal netzcheckers.de. Das JFF begleitet das Projekt nun schon seit Dezember 2006 und mittlerweile in der zweiten Projektphase.

Der Beitrag stützt sich zum einen auf die Projekterfahrungen im Betrieb des Portals und zum anderen auf die Ergebnisse der Evaluation.

Eine Übersicht über alle Beiträge gibt’s beim Verlag: http://kopaed.de/kopaedshop/index.php?PRODUCT_ID=645